Un Hausverbot (“divieto d’ingresso”) che è già uno scandalo

Rosh verbietet AfD das Gedenken am Holocaust-Mahnmal

Berlino - È la prima volta che un cittadino privato impone da una struttura statale tedesca il divieto d’accesso a una personalità pubblica dello stesso Stato che la rappresenta.

Lea Rosh fondatrice del Memoriale agli Ebrei Uccisi d’Europa a Berlino ha imposto un Hausverbot (“divieto d’ingresso”) al parlamentare Georg Pazderski dell’AfD (partito di estrema destra) all’anniversario della Notte dei Cristalli (9 novembre 1938). Pazderski, che in passato si è espresso con toni canzonatori verso la Fondazione statale che gestisce il Memoriale dell’architetto americano Peter Eisenman (2005), voleva partecipare e leggere anche una lista di nomi di ebrei vittime del nazismo. È la prima volta che un cittadino privato impone da una struttura statale tedesca il divieto d’accesso a una parte dello stesso Stato che la rappresenta.

 

Rosh verbietet AfD das Gedenken am Holocaust-Mahnmal

 Eklat am Holocaust-Mahnmal: Am Rande des Gedenkens zur Pogromnacht vor 80 Jahren ist es zu einem Konflikt zwischen dem AfD-Spitzenpolitiker Georg Pazderski und Verantwortlichen der Stiftung Denkmal der ermordeten Juden gekommen. Im Anschluss an eine Gedenkstunde im Berliner Abgeordnetenhaus zogen Politiker aller Parteien in einem Schweigemarsch zum Denkmal. Dort werden zurzeit zum Gedenken die Namen der von den Deutschen ermordeten 57 000 Berliner Juden verlesen.

Nach Darstellung Pazderskis lasen die Vorsitzenden aller Fraktionen im Abgeordnetenhaus jeweils Namen vor. Er sei jedoch von der Initiatorin des Mahnmals, Lea Rosh, daran gehindert worden. Sie habe gefragt, ob er von der AfD sei und dann gesagt: „Sie lesen hier nicht vor.“ Der Direktor der Stiftung, Uwe Neumärker, habe auf sein Hausrecht verwiesen.

Pazderski äußerte sich empört. Man verbiete ihm als demokratisch gewähltem Abgeordneten seine Trauer über die ermordeten Juden zum Ausdruck zu bringen. Pazderski, dessen Vater polnischer Zwangsarbeiter war und in einem KZ interniert war, sagte, er sei zutiefst betroffen.

Weiterer AfD-Politiker provoziert mit blauer Kornblume

Georg PazderskiUwe Neumärker bestätigte den Vorfall und verteidigte sein Vorgehen: „Ich habe kein Problem, wenn Herr Georg Pazderski (Links) das Denkmal und den Ort der Information besucht. Aber die Namensverlesung, das geht für mich einen Schritt zu weit“, sagte Neumärker unserer Zeitung. „Wie jeder weiß, hat die AfD eine klare Position zu diesem Denkmal bezogen. Und der Vorstand der Partei, dem Herr Pazderski angehört, hat letztlich keine ernsthaften Konsequenzen daraus gezogen, dass Björn Höcke vom ,Denkmal der Schande‘ sprach.“ Auch die Rede des Parteivorsitzenden Alexander Gauland, der das Dritte Reich als „Vogelschiss“ in der Geschichte bezeichnet hatte, spreche eine klare Sprache dazu, wie die AfD es mit der Erinnerungskultur halte.

Der CDU-Fraktionschef Burkard Dregger äußerte großes Verständnis für die Argumente Neumärkers. „Herr Pazderski ist eben nicht nur Herr Pazderski, sondern sitzt im Vorstand seiner Partei und wird für die Äußerungen in Mithaftung genommen“, so Dregger. Dazu gehöre Höckes Äußerung vom Denkmal der Schande, zu der die Parteispitze hätte klare Haltung einnehmen müssen. Dregger sagte, es sei bedauerlich, wenn der AfD nun gelinge, die würdige Gedenkveranstaltung mit diesem Eklat zu dominieren.

Ein Parteifreund Pazderskis, der AfD-Politiker Andreas Wild provozierte bei dem Schweigemarsch mit einer blauen Kornblume, die er am Revers trug. Die Kornblume, ein patriotisches Symbol des vorvergangenen Jahrhunderts, galt in Österreich in den Dreißigerjahren als Erkennungszeichen der damals verbotenen Nationalsozialisten. Wild ist nicht Teil der Berliner AfD-Fraktion, da diese ihn ausgeschlossen hat.

Quelle: ZGS.de

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